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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
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des vergangenen Jahrhunderts.

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ken; so mache er sich nicht nur beliebter und geach-teter bey denen ihm Anvertrauten, sondern würdeihnen selbst auch wohlthätig. Glauben, daß wennein Geistlicher dem Kranken eine geprüfte, heilsameArzncy gibt, er aus seiner Pflicht schreite, sey einAberglaube, eben so lächerlich als yerdammungswüc-dig."

Auch einige Kenntnisse des Rechts müsse derLandgeistliche haben, um Streitigkeiten in Gütebeyzulegen: denn es sey die Pflicht jedes Recht-

schaffenen, unter seinen Mitbrüdern die Ucbel zumindern, Wohlgefälligkeit und Freude aneinander zumehren."

Dies waren St. Pierre Gedanken, die selbstder ruchlose Kardinal DuboisTräume eines ho-netten Mannes" nannte. St. Pierre warüberzeugt, daß seine Träume dereinst zur Wirklich-keit gelangen müßten. Auf den Fortgang der all-gemeinen Vernunft scls la raison universelle)rechnete er als auf ein Naturgesetz, das, über jedeeinzelne Willkühr erhoben, im Stillen foctwirkc.

Ist dem nicht also? Kann Gin Böses episti-ren, dessen Folgen sich nicht früher oder spater zeigenmüßten? Ein Gutes, das nicht seine Folgen auchoffenbarte? Ein welkes Blatt und ein welker Standentfallen dem Zweige.

Auch in dieser Rücksicht wird klar, daß keinRcligionskultus ein Monopol! um seyn dürfe,ohne daß ec sich selbst schade. Ohne Nach- undMiteifer versauert jede Lehranstalt auf ihren HcfemVerfolgt sie gar, so ists in der Natur geschrieben,daß sie dereinst auch verfolgt werde.