des vergangenen Jahrhunderts. cc
theilung derselben unter die Ersten und Stärksten,als die Vesten, ist der offenbarste Akt der Varba-rey, ein häßlicher Anblick.
Waren die Theilungsvorschläge derSpanischen Monarchie, die dem Tode Karls vorher-gingcn, und bey denen Wilhelm von Dramen sogeschäftig war; war die große Allianz, die erzu Stande brachte, in deren Andenken er als eingeschworner Feind Ludwigs glücklich starb, waren siebetreffend die Krone, die getheilt werden sollte, inden Augen Spaniens etwas anders, als Raubpro-jekte ? Welche edle Nation läßt sich thcilen? DieSpanische, damals noch ganz im Gefühl ihrer Stär-ke und Würde, ertrug den Gedanken nicht. DerStaatsrath griff zu, vereinigte sich in der Stillekräftig, vermochte den kranken König, sein Testa-ment zu andern, dem Wohl der Nation zu gut sei-nen Liebling aufzugeben, Gewissens wegen hierüberden Papst zu befragen. Selbst dies Umhertappennach Recht und Bestandheit, was zeiget»? Daßden Staaten Europa's, d. i. dem großen Europäi-schen Staat wie dem kleinsten Dorf, ein Codexder Erbfolgen und mit ihm ein Tribunaldes Rechts und der Wahrheit gebühre, dasvcrwaisete Nationen, wie Hinterlassene, inSchutz nehme und Jedem zu seinem Recht helfe. Diegcbornen Richter dieses Tribunals sind dis großenPairs von Europa, die höchsten Regenten selbst ;E i n großer Gedanke, Ein kräftiger Wille in derBrust Einiger von ihnen kann sie zu diesem hobenWerk, zu einer sichern Norm aller Angele-genheiten dieser Art vereinen. Haben alleRegenten es für Pflicht gehalten, in ihren Ländern