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Zur Philosophie und Geschichte Theil 9 (1820) Adrastea ; 1
Entstehung
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10 I. Begebenheiten und Charaktere

fen wollte, nicht geachtet; seine Gesandten und Erwurden, damit der Krieg fortgesetzt würde, mit For-derungen, die er mit Ehren nicht annehmen konnte,beschimpfet. Und da sich durch Veranlassungen, diebeynahc ein Nichts scheinen, das Blatt wandte, be-hielt er nicht nur, was er in der größesten Engedargeboten hatte, sondern erhielt auch seine Wünsche.Philipp blieb auf dem ungecheilten Spanischen Thro,ne. Was hatte der Krieg also entschieden? Verwir-ret hatte er; Mcynungcngetheilt, Partheyengemacht,Lander gedrückt, geplagt, geängstet, entvölkert, unge-heure Summen gekostet, vielen Tausenden Gesund-heit, Ruhe, Lebenszweck und Leben geraubt, unend-liche Mühe nutzlos veranlaßt, Haß und Erbitterungder Nationen gegen einander gestarket. Er endigtemit dem Mißvergnügen fast aller, die ihn geführthatten, zur Ehre Deß, der diesmal ungern an ihnging, der ihn vermeiden wollte, Ludwigs.

In jeder Stadt, in jedem Dorf, ja in jederGemeinheit der Räuber und barbarischen Völker sindUcbereinkommnisse, Statuten, Gesetze oder Sittenüber die Erbfolge der Verstorbenen vorhanden; oftunterscheiden sich hierin die nachbarlichsten Städteund Dörfer sonderbar. Alle aber erkennen, daß einallgemeiner Wille über die Verlassenschafteines Sterbenden vorhanden seyn müsse, der demWillen jedes Einzelnen Schranken setze oder Frcyheitgebe, der, wenn der Verstorbene willenlos starb,den Hinkcrlaffenen (wer es auch sey) ihre Rechte anihn sichere. Der Staat oder die Gemeine sicht dieseals Waisen an, die sie zu unterstützen, rechtlichzu vertreten, nicht aber zu berauben Pflicht auf sichhaben. Plünderung der Habe eines Tobten, Ver-