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S o p h r o n.
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Genauigkeit gewöhnet. Da nun der Mensch für alleGeschäfte des Lebens nichls besseres lernen kann, alsAufmerksamkeit, zu sehen was da ist, woraus esentspringt und was auf ihn folget: so muß billig,
wie Pythagoras an seinen Lehrsaal schrieb: „Nie-
mand komme ohne Geometrie herein!" an di« Thürder obcrn Klassen eines Oz'mnasli geschrieben wer-den: Niemand gehe ohne Geometrie heraus; und sowaren denn, wenn wir alles zusammen nehmen,Sprachen, Schreibart und Vortrag, Geschichte, Phi-losophie und Mathematik, die schönen Wissenschaften,die die Jugend bilden, also im cdeln Sinn der Al-ten die ftuinaniors. Sie geben unserm VerständeRichtigkeit und Gewißheit, unsern Sitten Grundsätze,unserm Gedachtniß einen nützlichen Vorrath vonKenntnissen und Erfahrungen; unsrer Einbildungs-kraft verschaffen sie einen edlen Flug über den tragenGang des gemeinen Lebens, und geben zugleich uns-rer Sprache Sicherheit und Anstand, eine gefälligeHarmonie und Geschicklichkeit, über jeden Gegen-stand , über jedes Geschäft des Lebens zu sagen undzu schreiben, was für ihn gehöret. Daß zu ihnenauch Orthographie und Kalligraphie nöthig sey, ver-steht sich von selbst: denn wer uns den schönsten
Aufsatz in Schriftzügen darrcichtc, wie sie etwa einwühlender Rüssel in der Erde hervorbringen würde:der rühme sich ja keiner schönen Künste. Die noth-wendigsten, unentbehrlichsten Schulwissenschasten sindLesen, Schreiben, Rechnen; wer sie am verständig-sten, fertigsten, schönsten treibt und auf alle Weisein seiner Gewalt hat, der hat damit dm Grund zutausend nützlichen Uebungen gelegt, die alle auf sicgebauet werden.