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S o p h r o n.
Es ist nämlich diese Wissenschaft keine andre als dieGeographie: ein Studium, das nach meinen Be-griffen eben so trocken ist, als wenn ich die Ilmoder das große Weltmeer trocken nennte, da ich we-nige Wissenschaften kenne, die so reich an nützlichenund angenehmen Kenntnissen, zugleich aber auch sonothwendig für unsre Zeit und den Jahren der Ju-gend so angemessen ist, daß ich mich wundre, wieirgend ein edler wohlerzogner Jüngling in den schön-sten Jahren seines Lebens sie nicht vor andern liebensollte, sobald sie ihm in der Gestalt erscheint, in dersie ihm erscheinen muß, nämlich als die Grundflächeund Hülfswissenschaft aller der Studien, die geradein unserm Jahrhunderte anr,,meisten geliebt und ge-schätzt werden. Erlauben Sie also H. V. daß ich einkleines Gemahlde der Materie und der Methode, ent-werfe, indem ich sie selbst in den besten Jahren mei-nes Lebens mit dem äußersten Vergnügen gelerntund mit eben so vielen Vergnügen andern gelehrthabe. Ich rede aus Erfahrung und die Sache wirdfür sich selbst reden. ^
Freylich wenn man unter Geographie nichts an-ders versteht, als ein trocknes Namenverzeichniß vonLandern, Flüssen, Granzen und Städten, so ist ^reallerdings eine trockne, aber auch zugleich eine sounwürdig behandelte und mißverstandene Wortkennt-niß, als wenn man an der Historie nichts als einVerzeichniß von Namen unwürdiger Könige undJahrzahlen kennet. Ein solches Studium ist nichtnur nicht bildend, sondern im hohen Grade abschrek-kend, fast - und kraftlos. Auch ein großer Lheil der