zu Beförderung eines geistigen Reiches. 2?,N
Mit Recht dringet man also auf Erziehung,uns Sitten; traten mm aber diese sittlicb-W o hie rzogene in eine Gesellschaft, in der keinSchatte dieser Grundsätze d. i. nichts minder alsSitten und Fähigkeiten , sondern Geburt, Stand,Eabale, Geld, Gunst, Laune, Willkühr, Eigen-sinn u. f. Aemter besetzen und Preise verthcilen; wiedann? dich selbst bliebe der Gebildete immer guterzogen , nicht aber dem Staat, in welchem seineBorstige ihm gar zu Hindernissen des Fortkommenswerden möchten. Komisch und tragisch, tragisch biszu Thränen und zur Verzweiflung hat man dieseDiskrepanz bereits in Geschichten und Dichtungenaus und Nach dem Leben geschildert; wer bringt unsCampanella's Sonnen stadt (sagt man) wie-der? Sie kommt! Sie kommt ! Mehr als Einedler Enthusiast befliß sich in seiner Gesellschaft,in seinem Viereck geistige Kräfte herrschend zumachen, moralische mit ihnen zu vereinen. KeinemVater und Hausvater sind die Sitten der Seinigengleichgültig, wie denn einem Vater und Hausvaterdes Staates ?
In jeder Gesellschaft sind C lasset! undStande; welche vernünftige aber constikuirte sichso, daß diese in Sitten und Verdienst, in Rangund Umgang ewig von einander gesondert bleiben
*) S. unter vielen andern die Schrift äu gonver-uement cles moenrs von kotier cle bi. 6er-uiein, Bürgermeister in Lausanne, übersetzt vonGötz, 178h.