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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
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195
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 196

„Im Mvrgenlande also wohnte der wohlbekann-te, aber selten gesehene und nie erforschte VogelPb ö nix, dem man viel Wissenschaft und Kunst zu-kraute ; «in Kind der Sonne, der Vogel des Para-dieses. In Dies flog er oft; von zween seinerBaume bauete er sein Nest, vom Baum der Er-ken n t ni ß' und vom Baum des Lebens. Jahr-hunderte lang lebte er, bis im Ringe des Schicksalsdie Zeit seiner Verjüngung und Erneuung kam. Dannzündete seine Mutter, die Sonne, das Nest an; dieZweige vom Baum der Erkenntniß gaben dem altenPhönix den Tod; die Zweige vom Baum des Lebensgaben dem jungen Phönix neues Leben."

„Mit dem Ende, ich weiß nicht welchesJahrhunderts starb Phönix, der Alke. „Mutter-Sonne , (sprach er im letzten Augenblick, und sahsehnend auf sie;) ende meinem Geschlecht sein ein-sam-verborgenes, nur seiner Seltenheit wegen ge-priesenes, ralhselhaftes Dasepn! Belebe mich, wennich erwache, wie du willt, nur frei im Fluge, undMenschen nutzbar. Thu' es, allscgnende Mutter!"sprach er und senkte sich nieder. Mit dem freund-lichsten Blick antwortete ihm die scheidende Sonne,zündete sein Nest an und aus der Asche des Ver-storbnen erstand — kein Phönix mehr; ein lichterGenius schwang sich empor, ein verborgner Schutz-geist der Menschen. In Dsinnistan wohnter; aber wem und wenn er will, darf er erscheinen,warnend, helfend, segnend. Seine nützliche, steteTbatigkcit beschäftigt und erfreut ihn so sehr, daßer s.ch nie mehr »ach seinem alten Phönsrnestelehnet."

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