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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
175
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 17b

und thun müssen, sind die Kleien im Siebe, die sieandern läßt; aber wohin die Gesetze nicht reichen,wo die bürgerliche Gesellschaft den Armen und Be-drückten , das unerzogene Kind, den TalentvollenJüngling, den gekrankten oder fortstrcbendcn Mann,die erziehende Mutter, die blöde Jungfrau vergessenoder verlassen, da tritt der Dienst dieser Unsichtba-ren, als Rath- und Thatvoller Hüls- und Schutz-gcister ein —

Linda. Und mich dünkt, ihre Arme langenweit; sie kennen einander in allen Ländern. Man-chem Jünglinge, höre ich, haben sie durch Empfeh-lung und Unterstützung, durch Rath und Lhat fort-gehvlfen, der ihnen sein Glück danket.

Faust. Und doch, Linda, rväre es ein großerMangel der Gesellschaft, wenn sich ihre Glieder nurunter einander fvrthülfen. Sie würde damit eineArt Judcnthum, ein Staat im Staat. Viel-mehr wünschte ich, daß diese Unsichtbaren, wie be-dürfnislose Geister, sich selbst vergessend, nach außenwirkten. Diese Partheilosigkeit machte die Gesell-schaft zu einem Areopag des Verdienstes, derSitten und der Talente. Träte sie jedem Edelwol-lenden, auch außer ihrem Viereck, unsichtbar zurSeite, und unterstützte und belohnte ihn, weckte denSchlummernden, richtete den Gesunknen auf; wiemanches würde sür die Zukunft still vorbereitet, wasjetzt noch nicht gerhan werden kann, was aber gewißgeschehen wird und geschehen muß! Deshalb habeichs gern, wenn ich höre, daß die Gesellschaft talent-volle, rüstige Jünglinge, durch Stand, Rang, Güter,vorzüglich aber durch thätige Klugheit und Erfahrenheit