42 I. Unternehmungen d. vcrgang. Jahrhunderts
ohne ihre Erlaubnis« kein Spanier kommen dürfteurd verpflichteten sich dabei nicht nur zu einer Kopf-steuer ihrer Heerde, sondern auch zu Stellung einergewissen Mannschaft in des Königes Dienst. Sieerhielten dazu die Erlaubniß.
So brachten sie zuerst fünfzig wandernde Fami-lien zusammen, die sie überredeten, sich bei ihnenniederzulassen. Sic kleideten sie, gewöhnten sie zumAckerbau, unterrichteten sie in Handwerkern und Kün-sten, und erweiterten sich dergestalt, daß ihr Staatvon 5 o zuletzt auf 3 oo,ooo Familien stieg und sie60,000 Mann gewaffneter, wohlgeübtcr Völker insFeld stellen konnten. Vcrfchiedne Völkerschaften ge-hörten zu ihm, zum Theil wilde und tapfre, andresauft und Kunstreich, unter denen die Guarani erdie Zahlreichsten waren, wie denn auch Guara-ni sch die Staatssprache dieses Reichs war. Nichtsgehet über die Ordnung, zu der die Vater Alles ge-wöhnt hatten, in Schlaf und Wachen, in Religions-übungen und Geschäften. Sogar eine Gemeinschaft derGüter war eingeführt; und doch ward Jedem dieArbeit, wozu Er tüchtig war, so wie sein Lohn ange-wiesen. Fehler wurden väterlich bestraft, die Men-schen überhaupt als Kinder behandelt; Ausschweifun-gen gab es fast keine. Die Vater geboten; dieAmerikaner folgten; diese liebten ihre Abhängigkeit,auch wenn sie sich nach dem Lode sehnten. Dennfehlen konnte cs nicht, daß Völker, die ans denWäldern oder aus einem umherirrendcn Leben indiesen der Sonne ausgcsetzten Staat gezogen undglei ch'am zur Ruhe gesetzt wurden , es häufig mitdem rebm bezahlten. Schleichende Fieber, Blattern