zu Beförderung eines geistigen Reiches. 19
Das Reich der Güte wird immer größer undherrlicher werden; das Senfkorn wird zum großenBaum, daß die Vögel des Himmels unter seinenZweigen wohnen.
Alles, was wachsen soll, hat einen kleinen An-fang; es gehet fort in der Ordnung; Eins kann dasAndre nicht übereilen.
Ohne dem Kleinen ist das Größere nicht, undohne dem Größeren kann das Größeste nicht erschei-nen. Doch ist das Größeste das Größeste, und dasLetzte ist das Beste.
Um des Letzten sind alle vorige Dinge; imLetzten sind begriffen alle vorige Zahlen.
Die Erde bringet zuerst das Gras, dann dieAehrcn, darnach in den Aehren den vollen Weizen.Wer hoffet nicht auf die Früchte, die der Baumendlich bringe? Wer will sich mit der Grüne, mitder Blülhe begnügen und mit der unzeitigen Frucht?
Ihr Thoren , wenn wollt ihr klug werden ? wasleugnet ihr die bessern Zeiten in den letzten Tagen?Ihr werdet ja alter an Jahren, warum nicht auchan Verstände? Ihr sehet, daß das Kind sich ver-liere in dem Jüngling, wie der Jüngling in demMann.
Das Gegenwärtige dünket uns groß, wenn dasGrößere noch nicht gekommen ist; doch ist dasGrößere klein gegen dem Vollkommenen.
Aus dem Vorhofe kommt man in das Heilige;durch das Heilige gehet man ins Allerheiligste. DieVorbilder gehen dem Buchstaben voran; das Wesendes Geistes überrrifft beides.
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