historisch-philosophischer Schriften. 269
gor nicht bestehen konnte! Mich dünkt, der Groß-meister hotte mehr zu thun, ols die Brüder überEinheit Gottes zu katechisiren. Einkünfte und Ruhm,Unternehmungen und Reichihum woren ohne Zweifeldem Orden dos kostbarste Gebeimniß der Weisheit;und bey manche» Rathschlagen vorüber wollten siegewiß nicht behorcht scyn. —
Nun sollte ich Ihnen, mein Freund, ein Ge-mälde vom Verfall des Ordens und seinem schreckli-chen Sturz zeichnen: was ihn zuerst in der Mey-nung Europens ollmöhiich hcruntersetzte und zuletztseinen Fall bewirkte. Die Fakta darüber liegen al-ler Welt vor Augen; der Charakter ihres Anklä-gers , die Loge ihres Richters ist jedem Kenner derGeschichte bekannt: einige Akten ihres Protestes
sind schon in extenso publicirt, um andre müßteman sich bekümmern, daß sic ganz, nicht in Extrak-ten, publicirt würben. Wer darüber schriebe, müßte,als ob noch gar nichts darüber geschrieben wäre, oh-ne Liebe und Haß gegen den Orden, am meistenohne eine Lieblingshypokhese urtheilen, die unfernAutor offenbar irre geführt hat. Es ist augenschein-lich , daß er sein Gewebe übxr fremde Grund-faden .zusammengeschlagen, über Grundfäden,dieauch zur Fortführung der Hand des-sen bedurften, der sie zog; und nichtder Hand — Doch ich habe ihre Geduld zu lan-ge gemißbraucht: Leben Sic wohl. .
Die Fortsetzung dieser Briefe verfolgt die Ma-terie weiter, untersucht die Akten, die wir vom Pro-