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II. Nachlese
Fünftens, Handelsleute. Sie kauften,liehen aus, wucherten, waren Unterhandlet u. f.Den Geistlichen verkaufte man damals, des geistli-chen Segens wegen, am liebsten: sic waren allent-halben angesessen, halten Geld, konnten allent-halben kaufen. Königen stressten sie Summen vor,nicht ohne Zinsen: die Procente supsroustikus, äamx-iN8 et intsresso, wurden dem Könige Eduard gleichberechnet. Sie waren also in die Geschäfte fast allerLander Europens verflochten: nicht nur durch ihreBesitzungen und Schätze, sondern auch oft durchAemler. Noch unter Philipp dem Schönen war einTempelherr Schatzmeister, -in England ein anderervorher erster Minister; und daß sie nicht immergar zu gewissenhaft mit dem ihnen Anvertcauten um-gingen, auch davon könnte ich Gerüchte aus der Hi-storie anführen. So ganz ohne Grund konnten dochdie so oft wiederholten Beschuldigungen von Habsucht,von Bestechungen ihrer Großmeister u. f. nichtseyn. Also ist's gar kein Wunder, daß sie reichwurden; cs wäre Wunder über Wunder gewesen,wenn sie in der Lage arm geblieben wären. Kurzder Orden hatte zuletzt nicht weniger, als 16,000Herrschaften oder nach einem andern Schriftsteller40,000 Eommenderien, und jährlich auf 2 Millio-nen Einkünfte *) — eine Summe, die in den da-maligen Zeiten mehr als königlich war. Diese zog
er nicht aus Künsten der Alchymie, sondern aus Ein-künften und Gütern, wie jedermann wußte.
*) S. Lsdinoke Instit. ok rbe Oräor ok ilie 6ar-äer, x. 56.