historisch - philosophischer Schriften. 35 r
„daß sic darüber auch nur befragt worden." Dasganze Figment ist ein spater Wahn, an den mandamals nicht denken konnte, weil man zu gut di«Quelle der Neichthümer dieses Ordens kannte. —— Lassen Sie mich, wie jener Bauersmann, der,als er beschuldigt ward, durch böse Künste zu sei-nem Neichchum gekommen zu sey, nichts als dieWerkzeuge seiner täglichen Arbeit vorführte — las-sen Sie mich auf diese Weise nur einige historischeMomente des großen und schnellen Reichthums derTempelherrn anführen. Jeder Kenner der Geschichteist gewiß auf meiner Seite.
Also erstens und überhaupt ist bekannt,welche Raserei die Krcuzzüge für Europa waren *).Europa verblutete sich in Asien : es warf seine Kräfte,sein Geld, seine Mannschaft dahin. Man verkaufteGüter, (und die Geistlichen kauften sie,) man ver-kaufte Freiheiten, (und wer konnte, kaufte sie);mit dem Gelde ging man oder sandte es, freiwilligoder zur Büßung, nach dem heil. Lande. Wer da-bei gewann, waren die Unterhändler, der Pabst,die handelnden Staaten in Italien, endlich insonder-heit die geistlichen Ritterorden. Diese warengestiftet, in ihrer und anderer Namen Pilgrimme
*) Man hat noch keine gute Geschichte derKreuzzüge, die aus den Quellen geschövft undmit Uebersicht aller Folgen dieser Jüge philvsophisch-und historisch wäre- Man rühmt Esprit
äes Lroisuäs-; ich kenne aber dies Buch nochnicht»