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Zur Philosophie und Geschichte Theil 13 (1820) Nachlese historischer Schriften
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177
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I großer und weiser Männer. 177

z des Seneka in la Grange's Ueberfttzung,) sind^ mir annehmlich, wenn sic mich rühren oder mirH schmeicheln. Mich dünkt in diesem Augenblick, ich

^ sehe den Schatten unsers guten la Gran ge um

i Ihre Lampe schweben, indcß Sie Nachte hinbrin-! gen, sein Werk zu vollenden und zu erläutern. Ich^ höre, ja ich höre ihn; er spricht:Wer die zer-

streute Asche eines Unbekannten in eine Urne samm-' let, lhut eine heilige Menschcnpflicht; wie viel binich Dir schuldig, Dir, der du dich um meine Ehremühest." ,

Und er fahrt fort!ach! nur von mir hing. es ab, daß Seneka auch zu mir spräche: Fastachtzehn Jahrhundert sinds, daß Mein Name dem; Druck der VerlaumduNg unterliegt, und ich findeün Dir einen Verthcidiget? Was bin irh Dir?Welch Verhallniß kann in einem so großen Zwischeni-raum der Zeit zwischen mir und Dir sepn? WärestDu etwa meiner Abkömmlinge Einer? Und waSliegts Dir an, ob man mich tugendhaft oder laster-haft glaube?"

:O Seneka, (antwortet der Verfasser,) Da-

mit Sokrates, mit allen ruhmwürdigen Unglückli-chen, mit allen großen Männern des Alterthums' wärest bisher, und sollt immer Eins der sanftestenBande zwischen meinen Freunden und mir, zwischen( unterrichteten Menschen aller Zeitalter und ihrenH Freunden bleiben. Du bist der Gegenstand unsrer§ oftmaligen Unterhaltung, und Du wirst ein Gegen-,, stand der ihrigen scyn. Wie oft habe ich, um vonv Dir würdig sprechen zu können, Deine Nachdrucks-

Herders Werke z. Phil, u. Gesch, XIII. Mr ,