d»r Geschichte der Menschheit. 243
Banden lieget. Einzelne Beyspiele des Gedächtnisses,dcr Einbildungskraft, ja gar der Borhersagung undAhnung haben Wunderdinge entdeckt, von dem ver-borgenen Schatz, der in menschlichen Seelen ruhet;ja sogar die Sinne sind davon nicht ausgeschlossen.Daß meistens Krankheiten und gegenseitige Mangeldiese Schatze zeigten, ändert in der Natur der Sachenichts, da eben diese Disproportion erfordert wurde,dem Einen Gewicht seine Freyheit zu geben unddie Macht desselben zu zeigen. Der Ausdruck desLcibnitz, daß die Seele ein Spiegel des Weltallssey, enthalt vielleicht eine tiefere Wahrheit, als dieman aus ihm zu entwickeln pfleget; denn auch dieKräfte eines Weltalls scheinen in ihr verborgen, undsie bedarf nur einer Organisation oder einer Reihevon Organisationen, diese in Thätigkeit und Uebungsetzen zu dürfen. Der Allgütige wird ihr diese Or-ganisationen nicht versagen, und er gängelt sie alsein Kind, sie zur Fülle des wachsenden Genusses,im Wahn eigen erworbener Kräfte und Sinne all-mählich zu bereiten. Schon ist ihren gegenwärtigenFesseln sind ihr Raum und Zeit leere Worte: siemessen und bezeichnen Verhältnisse des Körpers, nichtaber ihres innern Vermögens, das über Raum undZeit hinaus ist, wenn es in seiner vollen innigenFreude wirket. Um Ort und Stunde deines künfti-gen Dascyns gib dir also keine Mühe; die Sonne,die deinem Tage leuchtet, misset dir deine Wohnungund dein Erdcngefchäst, und verdunkelt dir so langealle himmlischen Sterne. Sobald sie untergeht, er-scheint die Welt in ihrer großem Gestalt: die heiligeNacht, in der dü einst eingewickelc lägest, und einst
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