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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
Entstehung
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der Geschichte der M c n s c h heit, r b

ist der Mensch die sichtbare Gotlbcit der Erde. Aderden Menschen erbobst du, daß er selbst, okne baßcrs weiß und will, Ursachen der Dinge »achspabe,ihren Zusammenhang errathe, und Dich also finde,du großer Zusammenhang aller Dinge, Wesen derWesen! Das Innere deiner Natur erkennet er nicht,da er keine Kraft eines Dinges von inncn eiusichi;ja wenn er dich gestalten wollte, hat er geirret undmuß irren: denn du bist gestaltlos, obwohl dis

erste einzige Ursache aller Gestalten. Indessen ist auchjeder falsche Schimmer von dir dennoch Licht, undjeder trügliche Altar, den er dir baute, ein untrüg-liches Denkmahl nicht nur deines Dascpns, sondernauch der Macht des Menschen, dicli ,u erkennen undanzubeten. Religion ist also, auch schon als Vcrstandesübunq betrachtet, die höchste Humanität, dieerhabenste Blürhe der menschlichen Seele.

Aber sie ist mehr als dies: eine Uebung desmenschlichen Herzens und die reinste Richtung seinerFähigkeiten und Kräfte. Wenn der Mensch zur Frep-heit erschaffen ist, und auf der Erde kein Gesetz hat,als das er sich selbst auflegt: so muß er das ver-

wildertste Geschöpf werden, wenn er nicht bald dasGesetz Gottes in der Natur erkennet und der Voll-kommenheit des Vaters als Kind nachstrebek. Thierssind geborne Knechte im großen Hause der irdischenHaushaltung; sclavische Furcht vor Gesetzen undStrafen ist auch das gewisseste Merkmal tbierischerMenschen. Der wahre Mensch ist frey, «nd gehorchtaus Güte und Liebe; denn alle Gesetze der Natur,wo er sie einsichet, sind gut, und wo er sie nicht -in-sieht , lernt er ihnen mit kindlicher Einfalt folgen.Gehest du nicht willig, sagten die Weisen, so mußt du

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