der Geschichte der Menschheit. rc)Z
die eigensinnigste Mode Gebieterin wäre, hier ncchWohlanstandigkeit des geraden und schönen menschli-chen Körpers finden? Mit Sitten und Gcberden ist esnicht anders; nicht anders mit Gebrauchen, Künstenund der menschlichen Sprache. Durch alle diese Stückegeht also Ein' und dieselbe Humanität durch, diewenige Völker aus der Erde getroffen, und hundertdurch Barbar«) und falsche Künste verunziert haben.Dieser Humanität nachzuforschen ist die achte mensch-l i ch e P h i lo s o p h i c, die jener Weise vom Him-mel rief, und die sich im Umgänge, wie in der Poli-tik, in Wissenschaften, wie in allen Künsten offenbaret.
Endlich ist die Religion die höchste Humani-tät des Menschen, und man vrrwundre sich nicht,daß ich sie hiehcc rechne. Wenn des Menschen vor-züglichste Gabe Verstand ist: so ists das Geschäftdes Verstandes, den Zusammenhang zwischen Ursacheund Wirkung aufzuspahcn, und denselben, wo erihn nicht gewahr wird, zu ahnen. Der menschlicheVerstand thut dies in allen Sachen, Hantirun-gen und Künsten: denn auch wo ec einer ange-
nommenen Fertigkeit folgt, mußte ein frühererVerstand den Zusammenhang zwischen Ursache undWirkung festgesetzt, und also diese Kunst cingeführthaben. Nun sehen wir in den Werken der Natureigentlich keine Ursache im Innersten ein; wir kennenuns selbst nicht, und wissen nicht, wie irgend Etwasin uns wirket. Also ist auch bey allen Wirkungenaußer uns alles nur Traum, nur Vermuthung undName ; indessen ein wahrer Traum, sobald wir oftund beständig einerlei) Wirkungen mit einerlei) Ursa-chen verknüpft sehen. Dies ist der Gang der Philo-sophie, und die erste und letzte Philosophie ist immerPhilos. und Gesch. HI. Th. N 7-tee-r. I.