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Zur Philosophie und Geschichte Theil 3 (1820) Ideen ; 1
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Ideen zur Philosophie

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fassen konnte. Nichts hilft sich viclartiger und leich-ter, als die vi art ge, menschliche Natur; und cs>- haben alle Ausschweifun cn des Wahnsinns und derLaster, deren frevlich kein Thier sähst, ist, dazu ge-hört, unsre Maschine in dem Maaße, wie sie inmanchen Ständen geschwächt und verdorben ist, zuschwächen und zu verlerben. Wohlchätig hatte dieNatur jedem Klima die Kräuter gegeben, die seinenKrankheiten dienen, und nur die Verwirrung allerKlimatc hat aus Europa den Pfuhl von Ucbcln ma-chen können, den kein Volk, das der Natur gemäßlebt, beo sich findet. Indessen auch für diese selbst-errungcnen Nebel hat sie uns ein selbsterrungcnesGute gegeben, das einzige, dessen wir dafür wcrlhwaren, den Arzt, der, wenn er der Natur folgt,ihr aufhilft, und wenn er ihr nicht folgen darf oderkann, den Kranken wenigstens wissenschaftlich be-gräbt.

Und 0 welche mütterliche Sorgfalt und Weis-heit der göttlichen Haushaltung war's, die auch dieLebensalter und die Dauer unsers Geschlechts be-stimmte! Alle lebendige Erdgeschöpfe, die sich baldzu vollenden haben, wachsen auch bald; sie werdenfrüh reif, und sind schnell am Ziele des Lebens. DerMensch, wie ein Baum des Himmels aufrecht ge-pflanzt, wächst langsam. Er bleibt, gleich dem Elc-phantcn, am längsten im Mutterleibe; die Jahreseiner Jugend dauern lange, unvergleichbar länger alsirgend eines Thiers. Die glückliche Zeit also, zulernen, zu wachsen, sich seines Lebens zu freuen undes auf die unschuldigste Weise zu genießen, zog dieNatur so lange, als sie sie ziehen konnte» MancheThiere find in wenigen Jahren, Tagen , ja beynahe