der Geschichte der Menschheit. r 65
Bey den Thieren scben wir Boranstalten zurRede, und die Natur arbeitet auch hier von untenherauf, um diese Kunst endlich im Menschen zuvollenden. Zum Werk des Alhemhvlens wird dieganze Brust mit idren Knochen, Bändern und Mus-keln, das Zwerchfell und sogar Theile des Unter-leibes, des Nackens, des Halses und der Oberar-me erfordert; zu diesem großen Werk also bauekedie Natur die ganze Säule der Rückenwirbel mitihren Bändern und Rippen, Muskeln und Adern;sie gab den Theilen der Brust die Festigkeit und Be-weglichkeit, die zu ihm gehören, und ging von denniedrigen Geschöpfen immer höher, eine vollkommncreLunge und Luftröhre zu bilden. Begierig zieht dasneugeborne Thier den ersten Athemzug in sich; jaes dränget sich nach demselben, als ob es ihn nicht er-warten könnte. Wunderbar viele Theile sind zu die-sem Werk geschaffen: denn fast alle Theile des Kör-pers haben zu ihrem wirksamen Gedeihen Luft nöthig,Indessen so sehr sich alles nach diesem lebendigen Got-tesatbem drängt, so hat nicht jedes Geschöpf Stimmeund Sprache, die am Ende durch kleine Werkzeuge,den Kopf der Luftröhre, einige Knorpel und Muskeln,endlich durch das einfache Glied der Zunge beför-dert werden. In der schlichtesten Gestalt erscheintdiese Tausendkünstlerin aller göttlichen Gedanken undWorte, die mit ein wenig Lust durch eine enge Spaltenicht nur das ganze Reich der Ideen des Menschenin Bewegung gesetzt, sondern auch alles ausge-richtst hat, was Menschen auf der Erde gcthanhaben Unendlich schön ists, den Stufengang zubemerken, auf dem die Narur vom stummen Fisch,Wurm und Insekte das Geschöpf allmählig zum