a 32 Ideen zur Philosophie !c.
Diadem unsrer Erwählung in den Staub werfen,und gerade den Mittelpunkt des Kreises nicht sehenwollen, in welchem alle Radien zusammen zu laufenscheinen. Als die bildende Mutter ihre Werke voll-bracht, und alle Formen erschöpft hatte, die aufdieser Erde möglich waren, stand sie still und über-sann ihre Werke, und als sie sah, daß Key ihnenrillen der Erde noch ihre vornehmste Zierde, ihr Re-gent und zweytcr Schöpfer fehlte: siehe da ging siemit sich zu Rath, drängte die Gestalten zusammen,und formte aus allen ihr Hauptgcbilde, die mensch-liche Schönheit. Mütterlich bot sie ihrem letztenkünstlichen Geschöpf die Hand, und sprach: „steh'auf von der Erde! Dir selbst überlassen, wärest duThier wie andre Lhiere; aber durch meine beson-dre Huld und Liebe gehe aufrecht, und werdeder Gott der Thiere." Lasset uns den diesem heili-gen Kunstwerk, der Wohlthat, durch die unser Ge-schlecht ein Menschengeschlecht ward, mit dankbaremBlick verweilen; mit Verwunderung werden wir se-hen, welche neue Organisation von Kräften in deraufrechten Gestalt der Menschheit anfange, und wieallein durch sie der Mensch ein Mensch ward.