der Geschichte der Menschheit. 123
wählt, die sich in dieser Organisation am besten zu-sammen üben konnten. Darnach verlangte oder kürz-ce sie die Glieder, darnach stärkte oder schwächte siedie Kräfte; jedes Geschöpf ist ein Zähler zu demgroße» Nenner, der die Natur selbst ist: denn auchder Mensch ist ja nur ein Bruch des Ganzen, eineProportion von Kräften, die sich in diesir und kei-ner andern Organisation durch die gemeinschaftlicheBeyhülfe vieler Glieder zu Einem Ganzen bildensollte.
7. Nothwcndig mußte also in einer so durch-dachten Frdorganisation keine Kraft die an-dere, kein Trieb den andern stören; undunendlich schön ist die Sorgfalt,,die die Natur hierverwandte. Die meisten Thiere haben ibr be st i m m»tcs Klima, und es ist gerade das, wo ihre Nah-rung und Erziehung ihnen am leichtesten wird. Här-te die Natur sie in dieser Erträglichkeit vieler Erd-striche unbestimmter gebildet: in welche Noth und
Verwilderung wäre manche Gattung gcrathcn, bis sieihren Untergang gefunden hätte! Wir sehen diesnoch an den bildsamen Geschlechtern, die dem Men-schen in alle Länder gefolgt sind: sie haben sich mitjeder Gegend anders gebildet, und der wilde Hund istdas fürchterlichste Raubthier geworden, eben weil erverwildert ist. Noch mehr halte der Trieb derFortpflanzung das Geschöpf verwirren müssen,wenn er unbestimmt gelassen wäre; nun aber legtedie bildende Mutter auch diesen in Fesseln. Er wachtnur zu bestimmter Zeit auf, wenn die organischeWärme deS Thiers am höchsten steiget, und da diesedurch physische Revolutionen des Wachsthums, derJahcszeit, der reichsten Nahrung bewirkt wird, und