der Geschichte der Menschheit. rrg
sind Krystalle und Salze: ihre bildende Kraft wirktin der kleinsten Partikel, wie im Ganzen, unzer-thcilbar von außen, von innen unzerstörbar.
2 . Die Pflanze ward in Röhren und andernThcilen aus einander geleitet; ihr Trieb fangt andiesen Theilen an sich zu modisizircn, ob er wohlim Ganzen noch einartig wirket. Wurzel, Stamm,Aeste saugen; aber auf verschiedene Art, durch ver-schiedene Gange, verschiedene Wesen. Der Triebdes Ganzen modifizirt sich also mit ihnen, bleibtaber noch im Ganzen Eins und dasselbe: denn dieFortpflanzung ist nur Efflorescenz desWachs thums; beyde Triebe sind der Natur desGeschöpfs nach unabtrennbar.
3. Im Pflanzenthicr fangt die Natur an,einzelne Werkzeuge, mithin auch ihre inwohnendenKräfte, unvermerkt zu sondern; die Werkzeuge derNahrung werden sichtbar, die Frucht löset sich schonini Mutterleibe los, ob sie gleich noch als Pflanzein ihm genährt wird. Viele Polypen sprossen ausEinem Stamm: die Natur hat sie an Ort undStelle gesetzt, und mit einer eignen Bewcgbarkeitnoch verschonet; auch die Schnecke hat noch einenbreiten Fuß, mit dem sic an ihrem Hause haftet.Noch mehr liegen die Sinne dieser Geschöpfe unge-schieden und dunkel in einander, ihr Trieb wirktlangsam und innig: die Begattung der Schneckedauert viele Tage. So hat die Natur diese Anfängeder lebendigen Organisation, so viel sie konnte, mitdem Vielfachen verschont, das Vielfache aber dafürin eine dunkle einfache Regung tiefer gehüllt undfester verbunden. Das zähe Leben der Schnecke istbeynahe unzerstörbar.