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Ideen zur Philosophie
Aufenthalt i»g neue Arten derselben, wo es durch-aus keine neu zu entdeckenden Landlhiere gab. Gehetdieses Verhaltniß fort, und es werden künftig mehrneue Jnscrcen, Vögel, Gewürme, als völlig neueGattungen der Landlbiere bekannt werden, so vielihrer auch in dnn noch undurchreisetcn Afrika scynmögen, so können wir nach aller Wahrscheinlichkeitden Satz entnehmen: Die Klassen der Geschö-pfe erweitern sich, je mehr sie sich vomMenschen entfernen; je naher ihm, de-sto weniger werden,die Gattungen dersogenannten v o l I k o m m e n e r n Lhie re.
2. Nun ist unlaugbar, daß bey aller Verschie-denheit der lebendigen Erdwesen überall eine gewisseEinförmigkeit des Baues, und gleichsam EineHauptform zu herrschen scheine, die in der reich-sten Verschiedenheit wechselt. Der ähnliche Kno-chenbau der Landlhicre fallt in die Augen: Kopf,Rumpf, Hände und Füße sind überall die Haupt-tbeile; selbst die vornehmsten Glieder derselben sindnach einem Prototyp gebildet, und gleichsam nurunendlich variirt. Der innere Bau der Tbiere machtdie Sache »och augenscheinlicher, und manche roheGestalten sind im Inwendigen der Hauptlheile demMenschen sehr ähnlich. Die Amphibien gehen vondiesem Hauplbilde schon mehr ab; Vögel, Fische,Insekten, Wassecgeschöpfe noch mehr, welche letztesich in die Pflanzen - und Steinschöpfung verlieren.Weiter reicht unser Auge nicht; indeß machendiese Ucbergange es nicht unwahrscheinlich, daß inden Seegeschöpfen, Pflanzen, ja vielleicht gar inden todl genannten Wesen Eine und dieselbe Anlageder .Organisation, nur unendlich roher und ver-