der Geschichte der Menschheit. g5
großen Eisrevicr her, das sich bisher aller Durch-fabrt widersetzt hat, und das der eigentliche nochunbekannte Eiswinkel der Welt zu nennen wäre. So-dann streichen sie über große Erdstriche ersrornen Lan-des bin, und erst unter den blauen Gebirgen wird dasLand milder. Noch immer aber mit so plötzlichen Ab-wechslungen der Hitze und Kalte, als in keinem an-dern Lande: wahrscheinlich, weil es dieser ganzenNord-Halbinsel an einer zusammenhängenden festenGebirgsmauer fehlt, Winde und Witterung zu lenkenund ihnen ihre bestimmtere Herrschaft zu geben. —Im untern Südamerika geqentbeils wehen die Windevom Eise des Südpols, und finden abermals, statteines Sturmdachs, das sie breche, vielmehr eine Berg-kette, die sie von Süd gen Nord hinauf leiter.Die Einwohner der Mittlern Gegenden, so glücklicheErdstriche es von Natur sind, müssen also oft zwischendiesen beyden einander entgegengesetzten Kräften in ei-ner nassen heißen Trägheit schmachten, wenn nicht klei-nere Winde von den Bergen oder dem Meere her ihrLand erfrischen und kühlen.
Setzen wir nun die steile Höhe des Landes undseines einförmigen Bergrückens hinzu : so wird uns dieBerlchicdenheit bcydcr Weltthcile noch auffallender undklarer. Die Eordilleras sind die höchsten Gebirge derWelt; die Alpen der Schweiz sind bepnah nur ihreHalste *). An ihrem Fuß ziehen sich die Sierra'sin langen Reihen hinab, die gegen die Meeresflacheund die tiefen Thalabgründe selbst noch hohe Gebirge
*) Um ein Dritthcil erhebt sich Chimborasso über Mont-blanc und die höchsten Spitzen des Schweizergebirgs.