Vorrede,
XV
sichtbare Wesen, das keine Erdensprache zu nen-nen vermag.
Ein Gleiches ist's, wenn ich von den or-ganischen Kräften der Schöpfung rede; ichglaube nicht, daß man sie für gualitates occ.ul-tas ansehen werde, da wir ihre offenbaren Wir-kungen vor uns sehen, und ich ihnen keinen be-stimmtem, reinern Namen zu geben wußte. Ichbehalte mir über sie und über manche andreMaterien, die ich nur winkend anzeigen mußte,künftig eine weitere Erörterung vor.
Und freue mich dagegen, daß meine Schü-lerarbeit in Zeiten trifft, da in so manchen ein-zelnen Wissenschaften und Kenntnissen, aus denenich schöpfen mußte, Meisterhände arbeiten undsammlen. Von diesen bin ich gewiß, daß sieden exoterischen Versuch ein'es Fremdlings inihren Künsten nicht verachten, sondern verbessernwerden: denn ich habe es immer bemerkt, daß,je reeller und gründlicher eine Wissenschaft ist,desto weniger herrscht eitler Zank unter denen,die sie anbauen und lieben. Sie überlassen dasWortgezänk den Wortgelehrten. In den meistenStücken zeigt mein Buch, daß man jetzt nochkeine Philosophie der menschlichen Geschichteschreiben könne, daß man sie aber vielleicht amEnde unsers Jahrhunderts oder Jahrtausendsschreiben werde.
Und so lege ich, großes Wesen, du unsicht-barer hoher Genius unsers Geschlechts, das un-vollkommenste Werk, das ein Sterblicher schrieb,