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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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417
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daß man sie so widersinnig mißdeutet. Wenn z. B.das Blut des Osterlammes den Juden ein Zeichender Verschonung ihres Geschlechts, mithin Erinne-rung einer Uebcrsehung ihrer Fehler, nicht minderdas Symbol ihrer Errettung, ihrer Constitution zueinem eignen sreien Volk, das Denkzeichen künfti-ger Befreiungen war u. f.; so war Christus selbstdieser Sprache des alten Symbols schon so müde,daß er seinen Freunden empfahl, künftig lieber nichtan die alte, sondern an eine neue Befreiung zudenken und statt des blutigen Opferfestcs, ein Freun-des- ein Bundesfest zu fciren. Mehrere Apostel,um jene alte Blutsprache wegzubringen, nennendie Hingabe Christi ein süßes Wcihrauchopfer, eineVollendung des Heiligen, der durch diesen Gehorsambewahrt werden müssen, damit er in das Allerhei-ligste, in die Adyla des Himmels gelangte u. f.Sie veredeln die gewohnten Bildausdrücke, um dasUnwürdige wegzubringen; und wir, denen jene Aus-drücke ganz fremde sind, die wir keine dergleichenaus der Vorstellungsart der Völker wegzuschaffenhaben, wir wollten sic, dem Zweck der Apostel ent-gegen, ins Ohr der Menschen pflanzen und darinmit dem schädlichsten Mißverständnis; fcsthalten?Unnatürlich wollten wir alte morgenländische Ge-wächse pereuntren machen, die vor zweitausendJahren schon vertrocknete Blatter, abgestorbeneSchattengewachse waren? Für uns sind diese Aus-drücke nicht mehr ausdrückend; vielmehr unter-drücken sic, wie der Erweis ganzer Jahrhundertezeiget, den Sinn des ganzen Werks Christi undheben alle wahre Moralität auf. Denn, wie grobeHeeders Werke z. Rel. in Theol. XII. D d