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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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415
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Christus hat gnuggethan d. i. er hat seinWerk vollendet. Und wenn Ihr dreißig Eigen-schaften Gottes pcrsonisicirt herführel; sie sind be-friedigt: denn die einzige und allgemeine Regel desMenschenheils ist durch ihn nicht nur festgestellt,sondern bis zur schwersten Hohe erprobt worden.Eben dazu that er den Willen Gottes strenge gnug,daß fortan keine entschuldigende Tauscherei des Nicht-wissens, Nichtübenkönnens, der Dispensationendurch Opfer, Gebrauche, fremder Zurechnungen u. f.stattfande. Der Unschuldige starb als Sünder, d. i.als ein Betrüger, Aufrührer, Verführer, die Schmachseines Volks und Vaterlandes; großmüthig ertruger diese Schmach, treu seiner Ueberzcugung, derguten Sache und seiner Pflicht getreu bis in denTod; Einer für Alle, damit fortan keiner ihm selbst,sondern dem Menschengeschlecht lebe, für dessenWohl sich der Edle gewissenhaft hingab. Lebet Je-mand fortan ihm selbst, (spricht die Schrift) d. i.glaubt er sich für sich allein geboren, (geschweige,daß er in Unterdrückungen zu leben fortführe;) sokommt bei seiner Strafwürdigkeit im Ehristenthumeine fremde Gnugthuung ihm um so weniger zu-statten, da eben ja die Gnugthuung Christi, d. i.sein vollkommener Gehorsam unter dem Gesetz derPflicht bis zum Punkt der schwersten Aufopferung,Ihn als den frcchestcn Missethater zeihet, verdam-met, verachtet. Wer ein fremdes Verdienst undzwar dies Verdienst sich zugcrechnet wissen will,