Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
351
Einzelbild herunterladen
 

Lehrmein ungcn und Gebrauchen. 35 r

Dies will der Charakter des Festes, so wie die Naturdieser symbolischen Handlung. Da jeder sein eignesBrod der Trübsal iffet, so hoffe jeder auch, groß-herzig wie Christus, hinter ihm den Kelch der Er-rettung, der Freude, des Dankes. In dieser leich-ten , natürlichen Ansicht der Dinge, tritt jedes Wortauch der verschiedensten Anführung, (z. B. Lukasund Paulus) ins Licht. Die Handlung spricht sichselbst aus, allen Anwesenden verständlich, vom Au-genblick gegeben, dabei charakteristisch, groß, herz-lich. Sie legt niemanden einen Zwang der Ge-danken auf, lößke jede individuelle Anwendung freiund erhebt sich über jede Lehrmeinunq, die, sofernetwas Wahres und Gutes in ihnen ist, sie alle insich vereinigt.

22 .

Ucbcrhaupt werden uns in dieser Rücksicht diebeiden einfachen Ritus des Christenthums sehrschätzbar : denn wenn man nicht Worten und Bücherntrauen wollte, so traue man wenigstens Hand-lungen, Gebräuchen. Beide drücken aus,was eigentlich und einzig Religion ist, gewissen-hafte Verpflichtung. Die Taufe eine Ab-setzung jeder Unlauterkeit, eine Gemüthsw ei-lt ung; das Abendmahl bringt jenen höchstenPunkt der Menschheit, das rsstissimuin,maxirriö cksssng st äsoorairi „sich der Sache derMenschheit rein und ganz, mit der gewissesten Zu-versicht des frohesten Erfolgs zu weihen" in einemVorbilde und dessen entscheidendstem Moment voruns. Das Brod des TraurcnS in Einer Hand, in