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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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Vom Geist des Christenthums.

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2.

Und zwar ward hiemit Gott nicht die Seele derWelt, als ob Er sich allen Geschöpfen eingösse undeingcgosscn habe; der belebende Athem war Hauchseines Mundes, sein Machtwort; derWind sein Diener, die Feuerflamme sein Bote.(Ps. 104, 4.)

3 .

Leicht wurde daher im Ebräischen AusdruckHauch (Befehl, Wort) Gottes die Bezeich-nung jeder erregten neuen Kraft der Völker.Mit Wasserwegen wurden diese verglichen, mitWellen des Meers, die der Anhauch Gottes auf-regt und senket.

4 -

Auch die Zeiten des Messias wurden unter die-sem Bilde vorgebildet; (Hagg. 2, 6.7.) und so wares der alten Sprache gemäß , daß Apostel und Evan-gelisten bei Ankunft ihres Messias diese Regungdes Geistes als einen Anhauch Gottes in man-cherlei Sinne bemerkten.

5 .

Da überhaupt den Morgenländern der Winddas furchtbarste und erfreulichste Element ist, indemer sie bald mit seinem heißen Athem versengt undmit stürmischer Gewalt ihre Gezelte wegführt, baldaber auch mit gelindem Anhauch sie erquicket, dieErde grünen macht und balsamische Gerüche verbreitet:so blieb ihnen dies aus den ersten Jugendzeiten der

Welt