Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
491
Einzelbild herunterladen
 

'Gl'

der Welt Heiland. 491.

ans der Wahrheit keine Lüge kommt. Beide be-stehen nie mit einander.

1 r.

Wo also und wie die Wahrheit erscheint,da ist sie ein Kind Gottes, die Tochter des Him-mels, eines himmlischen Sinnes und Geistes. DüsLicht war immer in der Welt; nnr die Weltkannte eS nicht. ES erleuchtet jeden Menschen/der in die Welt kommt. Wer die Wahrheit jeund irgendwo aufnahm/ dem gab sie gottähnli-che Macht und Würde. ES kommt die Zeit/daß man weder auf diesem noch auf jenem Ber-ge Gott anbeten wird: denn ein geistiges We-sen ist Gott: seine wahren Anbeter können ihnnnr im Geist und in der Wahrheit anbeten.(Joh. 4/ 22 24.) Nur wenn wir im Lichtwandeln/ wie Gort im Licht ist/ haben wir Ge-meinschaft mit einander : denn Wahrheit alleinist das Freundschaftsband der Gemüther. Ihre Er-kenntniß vereinigt alle edle Seelen, auf wie ver-schiedenen Wegen sie nach ihr streben mögen. Sieist die Braut des Himmels, die keinen Neid zu-laßt. (Joh. 3 , 29.)

»2.

Wie entfernt von Johannes und ChristusSinn urtheilten also in spater» Zeiten die Kirchen,lehrer, die vor und ausser dem Christenihum dieStrahle» alles, auch des reinsten Lichts für Irrlich-ter, und die edelsten Grundsätze undThatcn sämmt-lichcc Völker der Erde für glänzende Laster erklärten !