der Welt Heiland. 487
Wer eö annimmt, erkennet das Siegel der Gott-heit in ihm; sein Gefühl der Wahrheit besie-gelt daö Zengniß Gotteö dcS Wahrhaftigen
selbsi. (Joh. 3 , 3 t — 33 .) Auf dies Zeugulß be-ruft sich Christus, als auf die unfehlbarste Beglau-bijunq seiner Gesandtschaft. Ich kann nichtö V0Nmir selbsi thun, wie ich höre, so nrtheile ichund mein Urtheil ist gerecht: denn ich suchenicht meinen Willen, sondern des Vaters Wil-len, der mich gesandt hat. Zeugere ich vonmir, so wäre mein Zengniß nicht wahr; eS istein andrer, der von mir zeuget, und ich weiß,daß dessen Zengniß wahr ist. Ihr schicktet zuJohannes; er zengete von der Wahrheit; (wieer denn ein hellbrcnnend und scheinend Lichtwar, um dessen Schein ihr einige Zeit gaukel-tet) ich habe aber ein größer Zengniß: Gott,der mich gesandt hat, zeuget von mir. Ihrsucht in den heiligen Schriften, und meinet,da wohne das Leben; allerdings zeugen sie vonmir, und doch wollt ihr nicht zu mir kommen,dies Leben zu finden u. f. (Joh. 5, 3o — 4 ».Job. 28. 8, 26.)
6 .
Jedes Spiel mit der Wahrheit, das heucheln-de Verschweigen und Verbergen, so wie das thö-richie Ablaugnen derselben halt Christus für einGericht, das die Lüge selbst mit sich führet: (Joh.3 , 19 — 2e.) Gerichtet dürft ihr nicht werden,ihr seyd schon gerichtet.