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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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459
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der Welt Heiland.

kommcn waren, wollten ihn sehen; in einer fro-hen Aussicht über das Grab hinaus, nahm er sieauf; ,,So sey es, sagte er. (>2, 20—24.) DasWeizcnkorn müsse in die Erde fallen und ersterben,um als ein neues Gewächs hcrvorzugehen und vielFrüchte zu tragen. Sein Tod sey nothwendig, da-mit eine neue große Belebung folge."

Er munterte andre auf, mit ihm dieselbe Zu-versicht zu haben, daß der Verlust des Lebens umder Sache der Menschheit willen, ein Erwerb sey,und ward in seiner trüben Stunde durch diesenGedanken neu verklärt. (12, 25 — 28.)

Die himmlische Stimme bekräftigte seine Hoff-nung; er stehet den Weltdespotcn, der die Men-schen in Lüge und Verblendung erhielt, entkräftetund ein Reich der Wahrheit unter den Völkern neuaufblühn. Er fühlt sich erhöhet über die Erde undalle zu ihm gezogen. (Joh. 12, 28 — 82.)

5 .

Eine unnennbare Hoheit liegt in dieser Gesin-nung Christi. In seinem Tode erblickt ec das Le-ben der Welt; aus der Dunkelheit seines Grabessicht er das Licht der Völkrr aufgchn. Auch seinenFreunden sagt er nachher: „cs ist euch gut, daßich euch entrissen werde, ein vielfach - wirkenderGeist wird an meiner Statt in Euch daseyn.Durch Euch bringe ich in verklärter Gestalt mehrFrüchte, als ich Zeit meines Lebens bringen konnte."(Joh. r 5 , i- 5 . 16, 7— 11. 17, 18 - 28.)