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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Von Gottes Sohn,

Kreuz, als alle Andere furchtsam entflohen waren,(Joh. 19, 26.) und galt wahrend des Lebens Christifür seinen Liebling, dem er vertraute, was er nichtJedem sagte. (Joh. r 3 , 23 26.) Von solchemnäheren Freunde Christi konnte die Christcngemeineeine eigne Lebensbeschreibung seines Freundes wohlerwarten. Zumal in Zeiten erwarten, da viele derAugenzeugen dahin waren: denn Johannes über-lebte, in großem Ansehen bei der Kirche, alle seineBrüder. Nach einem Jahrhundert der christlichenEpoche war er der letzte Augenzeuge der Christus-gcschichte.

2.

Vorausgesetzt wird also, daß Johannes diealtere, allgemeine evangelische Sage,wie wir sie in den andern Evangelisten finden, biszu ihrer Quelle gekannt habe: denn wie warsmöglich, daß er diese nicht kennen seilte? Nachdem Wegscheiden Christi war er in Gesellschaft seinerapostolischen Brüder, (Joh. 2r, 2. 7. 20. Apost..r, r 3 .) und that mit Petrus das erste Wunder.(Apost. 3 , 1.) Mit Petrus war Er der erste, derdas Christcnthum vor Gericht verantwortete, (Apost.4, i 3 19.) und als durch den Dienst des Evan-gelisten

Lukas bemerket. Ucbcrhaupt stand Johannesbei Christo in solcher Gunst, das, seine Mutterfür ihre beiden Söhne, Jakobus und Johannes,im künftigen Reich die ersten Ehrcnstellcn zu bit-ten wagte. (Matth. 20, r«. 21,) Beide warenihm nahe Verwandte.