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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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319
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Vom Erlöser der Menschen. 2,9

Angesicht verdeckten, auf ihn schlugen und sagten:Weissage mir einmal, wer wars der dichschlug?

Aber Christus hat doch gcweissagct?

Er hats und treffend wahr. Weissagen heißt,weise Voraussagen, und dieß konnte Er, dessen pro-phetische Seele von der Zukunft voll war, weil erselbst auf die Zukunft mächtig wirkte. Er sah dasSchicksal eines solchen Volks und was ihm bevor-stehe; er sah es deutlich, und beschrieb es seinenFreunden eben so warnend als schrecklich. Nichtaber dachte er daran; daß man aus diesen für ihnselbst traurigen Voraussagungen die Aechtheit seinerLehre erweisen würde. Der Mann, der er war,konnte gewiß auch weissagen; nicht aber, weil erweise Voraussage konnte, ist er auch alles andre,was er war. Wie traurig, wenn nur der Un-glücksprophet Jerusalems und des Landes denMessias d. i. den Helfer und Netter seiner Nationbeglaubigen könnte!

Ich unterbreche abermals meinen Antworten-den , um einen viel größern Charakter Jesu beidieser traurigen Vorhersehung zu bemerken, als denjene Besichtigung hervorarbeitet. Zum letztenmalenahete er sich der Stadt, die seine Mörderin seyn,und in der damaligen Krise der Zeiten aufs ganzeLand, und für immer, für immer den Ruin brin-gen mußte. Gern hatte er geschwiegen, da er nichtretten konnte; den Seinigen aber, die ihm den»Klangst vollendeten prächtigen Tempelbau mit Be-wunderung wiesen, und an die Unzerstörbarkeit die-