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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
312
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phetcn fand, und Hand anlegte, sie zuerst unterseiner Nation, sodann unter allen Völkern zugründen.

Wie weit kam er damit?

Auch dies fand er in den alten Weisen seinerNation voraus verkündiget und in Beispielen vor-gebildet. Verachtet müsse sich das Reich der Wahr-heit und des Friedens aus dem Staube hcrvorar-bcitcn; Ihm, dem Verkündiger solcher Wahrheit,drohe Schimpf, Verfolgung und der Tod. ZumBesten seines Volks und des Menschengeschlechts,seiner Brüder, weiheke er, ein Menschensohn, sichdiesem Schicksal. Er blieb der Wahrheit treu unddem Ruf Gottes gehorsam, wenn es auch sein Le-ben kosten sollte.

Worauf verließ er sich bei dieser ungeheuren Unter-nehmung ?

Auf Menschen nicht; auf den Gott, der ihmdies edle Werk aufgetragcn habe, dessen dies Ge-schäft sey, der also selbst dies Reich der Wahrheitund einzig-möglichen Menschenglückseligkeit als denZweck aller Leitungen seiner Vorsehung unter dieVölker zu bringen habe. Gottes sey die Wahrheit,nicht die Seine; Gottes das Reich und nur so fernsein, als Gott es ihm auftrage. Die Vorseh-ung , der er traute, hat diesen Glauben gerecht-fertigt , und so ist auch ein andrer Theil der altenVersprechungen vom Hervorgrüncn des Baumsaus dem Staube, von der Wiederbelebungdes erstorbenen Kerns in der Erde an ihm unddurch ihn erfüllet worden.