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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
310
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3ro Vom Erlöser der Menschen.

Keines; wenigstens wissen wir nicht von sol-chem. Der Verkündigende würde ein solches nuchschwerlich begriffen, das Volk es weder geschätztnoch verstanden haben.

Wie kommen nun diese Versprechungen in unsreEvangelien?

Man hatte, nachdem die ebraischcn Schriftenin Ein Buch gesammlet waren, auch sie zusammen-gestellt, und fand in ihnen das Bild einer zukünfti-gen glücklichen Zeit, eines Reichs Gottes, und ei-nes göttlichen' Gesandten, der dasselbe auf Erdeneinführen sollte, voraus verkündiget.

War Jesus diese Gesandte?

Er und seine Nachfolger glaubten es; seineNation glaubte es nicht, weil jene und diese diealten Voraussagungen verschieden auslegten. DieNation wünschte einen weltlichen Befreier, dersie zum Ersten Volk der Welt machte, und eineZeit üppigen Wohllebens cinführtc; Jesus von Na-zareth glaubte, das verkündigte Reich sey ein gei-stiges Reich, eine Anstalt Gottes zu einer unzir-störlichen Glückseligkeit für alle Völker. Nicht vonaußen, sondern von innen müsse diese Glückseligkeitgesucht, und dies Reich Gottes angebauet werden;es komme nicht in ausserlichen Gebenden, sonderndurch reines Erkenntnis und kindliche Liebe zu Gott,durch gegenseitige Billigkeit und Bruderliebe derMenschen unter einander.

Wer hat Recht, die Juden oder Jesus?

Ohne Zweifel Jesus: denn jener wohllüstig-