als Glauben, Geschichte und Lehre. 141
Haupt keine menschliche Seele von der unumschricb-nen Zukunft einen Begriff har, als in vergange-nen oder in gegenwärtigen Bildern. Paulus, derChristum selbst nicht gekannt hatte, blieb natürlichden Begriffen seiner Erziehung, der pharisäischenMeinungen mehr als andre zugcthan, ob er siegleich auch nach dem empfangenen Sinne des Chri-stcnlhums anwendet. Es kann nicht geleugnet wer-den, daß Ec eine nahe, sichtbare ZukunftJesu Christi, als die Offenbarung und Ent-wicklung seines Reichs glaubte. (Apost. 17, 3 i.Rom. 2, 5 — 12. 8, 18. 1. Kor. 3 , 12—.
ib. 4 , 5 . 5 , 5 . 6, 3 . i 5 , 52 — 58 . 2. Kor.5 , 1— io. Philipp. 1,6. 3 , 20. 21. Coloss.
3 , 4 - 1. Thessal. 1, 10. 2, 19. 4, i 3 — 17.
2. Thess. 1, 7 -io. 2,1. u. f. 1. Timoth. 6,14. Tit. 2, i 3 .) Petrus „erfreuet sich auch der„Seligkeit, die zubereitet ist, daß sie offenbar wer-„de zur letzten Zeit, wenn offenbaret würde Jesus„Christus." (1. Petr. 1, 5 — 9.) Er führet schonSpötter an, die da sagten: „Wo ist die Verheiß-ung seiner Zukunft?" und sucht seine Gläubigenüber die Verzögerung dieses Tages zu beruhigen.(2. Petr. 3 , 3 — i 5 .) Seine Erwartung ist auch„ein neuer Himmel und eine neue Erde, in wel-„chen Gerechtigkeit wohnet;" er fügt aber in deralten Sprache der Propheten hinzu: „Ein Tag ist„vor dem Herren wie tausend Jahre, tausend Jahre„wie ein Tag." Was Johannes von der ZukunftChristi gedacht habe, zeigt die Apokalypse. Offen-bar sind alle diese Hoffnungen theils auf Worteihres Lehrers, wie mehrere Evangelisten solche mel-