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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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95
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als Glauben, Geschichte und Lehre. 95

i8.

Wie aber? war dies auch Glaube des Volks,oder war es die Stimme einzelner Weisen? Wenndas zweite Buch der Makkabäer in Allem histori-sche Gewißheit hatte: so waren jene sieben Märty-rer mit ihrer standhaften Mutter darüber großeZeugen. So sprachen sie in der Stunde der Qual:Gott, unser Herr, sieht uns; er tröstet uns mitseinen sichern Worten, wie Moses klar in seinemLiede sagt: er tröstet seine Knechte. Du Un-geheuer, raubest jetzo zwar das Leben uns; alleindes Weltalls König wird uns, die wir für seinGesetz jetzt sterben, zum neuen ewigen Leben er-wecken." Der dritte bol die Zunge, die Händewillig dar und sprach getrost:vom Himmel Hab'ich sie; für sein Gesetz geb' ich sie hin; von ihmauch hoffe ich sie wieder." Der vierte, als er inder Oual dem Tode nahte, sprach:Schön ist

es, Mensche,ihoffnung aufzugeben, und Gott alleinsich zu verträum Er wird uns aufcrwecken; dichauch, doch nicht zum Glück." Die Mutter sprach:Wie ihr in meinem Leibe gebildet wurdet, weißich nicht, ihr Söhne: Leben und Othem Hab'icheuch nicht gegeben; Jedem von Euch den Glieder-bau Hab' ich nicht ausgemessen und geordnet. DerSchöpfer aller Welt, der den entstehenden Men-schcn bildete und jedem seine Bildung bestimmte,der wird euch gütig auch Leben und Geist wieder-gebcn, da ihr euch jetzo selbst für sein Gesetz auf-opfert." Und zu ihrem jüngsten Sohne neigtesie sich und sprach in der Muttersprache:Sohn,erbarme dich mein! die ich neun Mvnale dich im