als Glauben, Geschichte und Lehre. 95
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Wie aber? war dies auch Glaube des Volks,oder war es die Stimme einzelner Weisen? Wenndas zweite Buch der Makkabäer in Allem histori-sche Gewißheit hatte: so waren jene sieben Märty-rer mit ihrer standhaften Mutter darüber großeZeugen. So sprachen sie in der Stunde der Qual:„Gott, unser Herr, sieht uns; er tröstet uns mit„seinen sichern Worten, wie Moses klar in seinem„Liede sagt: er tröstet seine Knechte. — Du Un-geheuer, raubest jetzo zwar das Leben uns; allein„des Weltalls König wird uns, die wir für sein„Gesetz jetzt sterben, zum neuen ewigen Leben er-wecken." Der dritte bol die Zunge, die Händewillig dar und sprach getrost: „vom Himmel Hab'„ich sie; für sein Gesetz geb' ich sie hin; von ihm„auch hoffe ich sie wieder." Der vierte, als er inder Oual dem Tode nahte, sprach: „Schön ist
„es, Mensche,ihoffnung aufzugeben, und Gott allein„sich zu verträum Er wird uns aufcrwecken; dich„auch, doch nicht zum Glück." Die Mutter sprach:„Wie ihr in meinem Leibe gebildet wurdet, weiß„ich nicht, ihr Söhne: Leben und Othem Hab'ich„euch nicht gegeben; Jedem von Euch den Glieder-„bau Hab' ich nicht ausgemessen und geordnet. Der„Schöpfer aller Welt, der den entstehenden Men-„schcn bildete und jedem seine Bildung bestimmte,„der wird euch gütig auch Leben und Geist wieder-„gebcn, da ihr euch jetzo selbst für sein Gesetz auf-„opfert." Und zu ihrem jüngsten Sohne neigtesie sich und sprach in der Muttersprache: „Sohn,„erbarme dich mein! die ich neun Mvnale dich im