90 Von der Auferstehung,
nach gewiß ein Nationalverhältniß. „Wer andre„zur Weisheit geleitet hatte, sollte leuchte» wie des„Himmels Glanz; die viele zu Gerechten machten,„wie die Sterne auf ewige Zeiten." (Dan. 12, 2.)Offenbar die Beschreibung einer belohnenden undbestrafenden Palingen esie des jüdischenVolkes und Staates.*)
i3.
Wenn aber Propheten Bilder dieser Arb aufsganze Volk wandten, wer verbot cs dem einzelnenZsraelilen, sie auch auf sich selbst zu deuten? Be-stehet das Volk nicht aus einzelnen Geschlcchlcnund Menschen? Die Mutter, der ihr Kind früheerblich, konnte sie sich nicht auch trösten, daß „der„Herr, der alles schafft, in dessen Hand die Seele„aller Lebendigen ist, und der Todtcn," ihr Kindweggenommen habe und es bewahre? Sie konntees mit eben so vielem Rechte, als dort Hannasprach: „Der Herr führet ins Schattenreich und
*) Merkwürdig ists, daß die stärksten Bilder von derWiederauflebung des Volks als einer Lodtener-weckung bei Ezechiel und Daniel, späten undausländischen Propheten verkommen. Bei denParsen scheint die Auferstehung der Todten zuerstausgcbildel zu seyn; den Juden blieb sie langefremde, und kam unter sie nur unter dem patrio-tischen Begriff vom wicderaufblühendcn Volke, —gleichsam verstohlner Weise. Hievon anderswoein Mehreres.
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