am ersten christlichen Pfingstfest. 6r
stes, doch also, daß fle nicht Frechheit werde, istseine Grundveste, und wird sein ewiger Charakterbleiben.
i.
Was sollten alle Opfer und jüdische Ceremo-nien, die einst als Gebräuche einer RepublikGottes zu den besten Absichten eingeführt waren,was sollten sie nach Jahrtausenden, als diese Re-publik und der ganze Sinn ihrer Einsetzung langstnicht mehr da war? Sollten Ochsen und Kälberewig bluten? Die Asche von der rothen Kuh im-mer gesprengt werden? und der Hohepriester in einleeres AUerheiligste ewig und immer eingchen?Lange genug hatte dies Schattenwerk gedauret, undstatt als Bild die Menschen zu lehren, hatte eSihren Sinn allmahlig gefesselt, verhärtet und be-schränket. Dank jedem Propheten und Weisen,der in dies alte Machwerk hie und da einen neuengeistigen Sinn brachte, die Seelen der Menschendadurch erweiterte, und eine künftige freiere Zeitnicht nur allmahlig vorbereitete, sondern unvermerktselbst h erb c i füh r te. Dank über alle dem Mannevon Nazareth, der das Buch des Propheten her-umwarf, (Luc. 4, 17. iL.) und den ersten Ort,den er ausschlug, auf sich deuten konnte: „Heute„ist diese Schrift erfüllet vor euren Ohren, lieber„mir ist der Geist Gottes: er hat mich gesalbet und„gesandt, die Zeit der Entlassung anzukündigen,„das angenehme Jahr des Herren zu predigen."Blutig endete er sein Leben; er gicng aber als derwahre Hohepriester Einmal für alle in das himm-