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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Von der Gabe der Sprachen

genblicken großer Bewegung verschwindet beinah derUnterschied der Geschlechter.

18.

Wie aber? wenn in der korinthischen Gemeineauch diese Sitte ins Anstößige zu gehen ansieng?Milde und sanft, aber zugleich ernst und strengetritt Paulus da auf, und leget dem in der Ver-sammlung lautbetenden, oder weissagenden Weibedie Decke der Bescheidenheit vors Antlitz, (i. Cor.io, 32 u. f.)Werdet nicht anstößig, meineBrüder, weder Juden noch Griechen, noch derGemeine Gottes. Wie ich in Allem Allen gefäl-lig werde und nie mein Bestes suche, sondern dasBeste vieler; so ahmt mir nach, wie ich Christonachahme. Ein Mann, der in der Versammlungbetet oder öffentlich redet, spreche mit unbedecktemHaupt; eine weibliche Verhüllung würde seinHaupt entehren: denn Er stehet als das Haupteiner Familie da, Gottes Bild, Gottes Ehre.Das Weib ist des Mannes Ehre, sie gehöret zuihm, als dem Haupte; betet sie also öffentlichoder weissaget sie, so thue sie es mit vcrhülletemHaupt. Eine Unverhüllte, die sich als Prophetinund Beterin öffentlich darstcllt, verlaugnet den,,weiblichen Anstand so weit, als ob sie eine Ehr-lose, eine Beschorene wäre. Man beschere sie also,wenn sie unvcrhüllet sprechen will! Nein! dasredende Weib in öffentlicher Versammlung verhülleund bewahre ihr Haupt um der Engel willen."*)

*) A«! St sagen die Griechen; St