am ersten christlichen Pfingstfest. 49
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„Sonst ist der Begeisterte, wie ein Instru-ment, das den Unterschied der Töne nicht angiebt;„wie kann man da wissen, was auf der Flöte ge-blasen, oder auf der Eicher gespielt wird? So„auch Ihr in eurer Zungenbegeisterung, wenn ihr„nicht eine wohlvcrstandliche Liede von euch gebt;„wie kann man wissen, was geredet sey? Ihr„werdet seyn , als die in die Luft reden." Beider ersten Begeisterung zu Jerusalem geschähe diesnicht. Sie gaben verständliche Reden von sich:denn jeder Anwesende vernahm ja eben in ihremMunde seine Zunge und Denkart. Es war diesalso ein arger Gebrauch in der Korinthischen Ge-meine.
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„Wer mit der Zunge spricht, bete also, daß„er auch auslege." Also war bei dieser Zungcn-gabe Gebet; und zwar Gebet in einer Art Ent-zückung: denn Paulus setzt hinzu: „wenn ich in„Zungen bete, betet mein Geist; mein ruhiger„Sinn aber bringt keine Frucht. Ich will also„beten im Geist, (in der Begeisterung) und auch„beten mit dem ruhigen Sinn; lobsingen im Geist,„aber auch lobsingen mit dem Verstände." DieStelle zeigt klar, daß die sogenannte Sprache inZungen oft ein begeistertes Gebet gewesen: dennGeist (Entzückung, Begeisterung) steht hier demklaren, Hellen, ruhigen Sinn (rux) entge-gen. Der Ausleger muß mit diesem sprechen; derBegeisterte überließ sich jenem.
Herders MerkeRel. u. Lhcvl. Xl. D