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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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S Von der Gabe der Sprachen

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Und nicht nur der Geschichtschreiber erzähltdiese Spott-Aufnahme des Psingstwunders so ernst-haft, als er das Wunder und die Verwunderungder andern darüber erzählt hatte; sondern Petrusselbst, der Ausleger dieser Sprachbcgcisterten, nimmtdarauf ernstliche Rücksicht. Er verthcidigt seineMitgcnossen, daß sie nicht trunken scyn,sintemales die dritte Stunde am Tage ftp u.f." Wennsalso später am Tage wäre, wie? so könnte manvoll süßen Weins ungelernte Sprachen reden? Daskann Petrus so wenig als Lucas sagen wollen:denn auch zu den Spottenden spricht Jener offen-bar als zu vernünftigen, einer Uebcrzcugung fähi-gen Menschen.Ihr Juden, lieben Männer,das sey euch kund gethan, und lasset meine Wortezu euren Ohren eingchen. Diese sind nicht trun-ken, wie ihr wähnet, u. f."

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Lesen Wir die Geschichte also nochmals; werwaren Die, in deren Sprachen die Gotkbcgcistertcnsprachen? Allefammt, wie sie selbst sagen, Judenund Juden genossen: allesammt, wie der Ge-schichtschreiber sagt, Juden zu Jerusalem woh-nend. Sprachen diese zu Jerusalem Parthisch,Medisch, Elamitisch, Kretensisch, Arabisch? Ver-standen sie diese Sprachen? Wissen wir nicht, daßdie Juden in aller Welt nie Sprachgclehrte gewe-sen sind, daß sie sich allenthalben unter einandermit ihrer Jüdisch-Chaldäischen oder der damals all-gemcingeltenden griechischen Sprache zum Gebrauch