S Von der Gabe der Sprachen
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Und nicht nur der Geschichtschreiber erzähltdiese Spott-Aufnahme des Psingstwunders so ernst-haft, als er das Wunder und die Verwunderungder andern darüber erzählt hatte; sondern Petrusselbst, der Ausleger dieser Sprachbcgcisterten, nimmtdarauf ernstliche Rücksicht. Er verthcidigt seineMitgcnossen, daß sie nicht trunken scyn, „sintemales die dritte Stunde am Tage ftp u.f." — Wennsalso später am Tage wäre, wie? so könnte manvoll süßen Weins ungelernte Sprachen reden? Daskann Petrus so wenig als Lucas sagen wollen:denn auch zu den Spottenden spricht Jener offen-bar als zu vernünftigen, einer Uebcrzcugung fähi-gen Menschen. „Ihr Juden, lieben Männer,„das sey euch kund gethan, und lasset meine Worte„zu euren Ohren eingchen. Diese sind nicht trun-„ken, wie ihr wähnet, u. f."
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Lesen Wir die Geschichte also nochmals; werwaren Die, in deren Sprachen die Gotkbcgcistertcnsprachen? Allefammt, wie sie selbst sagen, Judenund Juden genossen: allesammt, wie der Ge-schichtschreiber sagt, Juden zu Jerusalem woh-nend. Sprachen diese zu Jerusalem Parthisch,Medisch, Elamitisch, Kretensisch, Arabisch? Ver-standen sie diese Sprachen? Wissen wir nicht, daßdie Juden in aller Welt nie Sprachgclehrte gewe-sen sind, daß sie sich allenthalben unter einandermit ihrer Jüdisch-Chaldäischen oder der damals all-gemcingeltenden griechischen Sprache zum Gebrauch