vi Vorrede.
den; Jene besonders glaubten hie und da bedeu-tende Lücken zu finden: daß der Verfasser z. V.der Auferstehung Jesu, den Weissagungen, denWundern die er als solche anzunehmen scheint, zuwenig Beweiskraft für die eigentliche göttliche Sen-dung zuschreibe; hingegen jenem allgemeinen Be-weis, der von dem humanen Geist seiner Lehrehergenommen wird, zu viel, ja fast einzig Gewichtgebe; daß er über die göttliche Hoheit Jesu mitJohannes nicht gleich denke u. s. f. Mein Berufist nicht, den Verfasser hierin zu widerlegen oderzu vcrtheidigcn. Einige seiner Erklärungen sindauch mir nicht völlig deutlich,*) andere kann ichzur Zeit noch nicht bestimmen — aber was gehtmein Urtheil das Publikum an? ich habe nichtmein Glaubensbekenntnis, sondern Herders Schriften
*) Die deutlichste Darstellung seines Systems in denbeiden Schriften, vom Erlöser und über Johan-nes Evangelium, die der Verfasser selbst dafürhielt, ist in zwo Recensionen des Hrn. Geb-hard, in den Erfurter Nachrichten von gelehr-ten Sachen, 1797. dlro. 5 . und 6, und 7g.und