Beilagen.
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Ich wandee durch die großen Schauspieler, vonRosciuS bis zu Garcick, mit denen jedermannweint und erbebt und erblasset, und ergrimmt undzerschmilzt: ich bewundre und gehe vorüber! —-Ich komme an die Wcltweisen, die mich mit Schö-pfersgeist in eine neue Welt, jetzt ist sie politisch,jetzt philosophisch, entzücken: ich bewundre und geheweiter. Wo ist der, den ich mit den Augen suche?mein Herz schlagt, ich erhebe das Haupt, fliegeumher, stehe stille, und horche, eile, wo ich einenSchall höre, lausche, vergesse alles und suche —— „Nach wem suchest du denn, verwirrter Fremd-ling?" — Ach! ihr verspottet den Mann: ich suchteihn unter Dichtern und Eiceronen und Schauspie-lern , und Weltweisen und Staatsmännern: undfand ihn nicht: — den Redner Gottes! —Wo ist er, daß ich ihn umarme, an mein Herzdrücke, daß ich ihn bringe in meiner Mutter Haus,und nie ihn von mir lasse. —
-- - Gottlob! ich habe nicht umsonst gesuchtgefunden — auch, unter uns — mehr als Einen —-wenige zwar gesunden; aber desto lheurer sollen siemir seyn! thcurer als bleibende Nachbarn, die michblos lebhaft unterhalten— <— Redner Gottes!groß im Stillen, ohne poetische Pracht feierlich,ohne ciceronischc Perioden beredt, mächtig ohnedramatische Zauberkünste, ohne gelehrte Vccnünf-telei weise, und ohne politische Klugheit einneh-mend! —
Herders Werke j. Nel. u, Theot. X.