Aw ö l f Pr o vi nz ia lblatte r. 4^3
„Muß man sich selbige erkünsteln? und gar„nach Pagina und Lokusblatt erkünsteln wollen?"
„Und darüber, als letztes Tagewerk richten?„verdammen? Regeln für alle Welt aus seinem Vu-„scn geben? und mit dem Diarium seines Herzens„gaukeln?"
Hier rusc ich, und wer nicht mit? aus vollerSeele, nein! nein! Um Vernunft, Menschen,Glückseligkeit und Gnade Gottes willen, nein!Wir sehen aber, die Frage ist von allen vorigenunabhängig,
Empfindung, welche es wolle! und woranes wolle! und von wem es wolle! darnach nachletztem Kinderspiel zu laufen, ist so ganz den Ge-setzen der menschlichen Seele, den Forderungen desmenschlichen Lebens entgegen , gicbt in seinen Folgenso armselige und schreckliche Beispiele — ich wollte,daß das nur in Hellem Lichte, erst ohne Theologie,lehrend, warnend, cxcmpelvoll gezeigt würde.
Sodann käme die Stimme der Religion,daß die n i e so was geboten, in keinem Bei-spiel gezeigt, oder nur erlaubt habe! daßBilder, Red arten, Beispiele, Muster,der ganze Gang der Offenbarung Gottesin Bildung des Menschengeschlechtsetwas anders und das Gegen theil zeige!Hier nicht blos einigen Stellen und Sprüchen aus-gcwichen, sondern, Wenns Kummcrscelen über-zeugen und jedem Zweifel gerade begegnen soll,