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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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gcbäude wird man Hinblicken und fragen: wo istcs? Das gute Wasser indessen, woraus es bestand,und das die freundliche Frühlingssonne mit ihrermächtigen Glut nur auflöste; dies blieb undfließt erquickend weiter.

Drittens. In jedem Zeitpunkt des Strebensund Fortstrebens gicbts immer Gegen par-theien, die für und wldcr einander ge-boren zu seyn scheinen und die sich einanderoft nahe genug leben. Die Gottheit hat sie inEinen Zeitraum gesetzt: ihre Kräfte mäßigeneinander, daß ein drittes mittleres Guteaus den zusammengesetzten Bemühungen beider her-auskommt. Denken Sie an die Independentenund Katholiken, an die Freidenker und Puritanerin England, in Holland an den Cartesianismusund Coccejismus, die auch zu Einer Zeit waren;in Frankreich an die Jesuiten und Janscnisten;endlich an Wolf und Lange, Wolsiancr und Herrn-huter in Deutschland. Ich mag zu unsrer Zeitniemand nennen; mich dünkt aber, der bescheidnekluge Mann und Jüngling bleibt in der Mitteund lernt, wenn etwas zu lernen ist, von bei-den. Je unparthciischer und vertraglicher ers thut,desto mehr ist er seiner Ruhe, seines Bestenund des Ruhms der Nachwelt versichert.

Endlich am allerwenigsten laßt uns uns auf-drängen , oder andre verdrängen und verfolgen.Schämt sich jetzt Holland nicht, daß es seinenGrotius verstieß? Sachsen nicht, daß cs seinemMelanchthon so trübe Stunden machte? Jetzt sehenHerders Werke z. Nel, u. Theo!, L. S