an Theophron. 289
Fremdlinge, über Wittwen und Walsen, ja selbstüber die Jungen der Vögel; wahrlich so wird csdem Befcbishaber, der die Disposition nimmt, we-der an Barmherzigkeit, noch an Ursachen des Ver-standes gefehlt haben, so und nicht anders dasSchicksal für jetzt zu ordnen. Gut, daß es unsnicht traf! daß wir weder die seyn dürfen, die da-bei litten! noch die Hände, die eS ausführlen! of-fenbar sehen wir indeß, daß es Grund aller derAbsichten war, die Gott mit und durch Israel aus-führen wollte. Dies Land gehörte so sehr dazu,als seine Lage, und lesen Sie einmal, wie der Vers,des Buchs der Weisheit den Gütigen rechtfertigt,der diesmal so hart ist; es ist, dünkt mich, alles,was sich darüber sagen laßt.
Es ist kaum zu laugnen, daß auch die Lagedieses Landes zu den Zwecken Gottes mit seinemVolk gehörte. Aus dem höher» Asien ries er denAbraham herab, und es hat alle Anzeigen des Al-tcrthums und der Naturkunde vor sich, daß sich daSMenschengeschlecht von der Höhe Asiens herab undseine Kultur ostwärts »och Westen verbreitet habe.Israel mußte in Aegypten n, und wie seinegüldne Kleinode, so auch einige Schätze seiner Ge-setzgebung und Einrichtung zum Raube erbeuten;nun bildete er sein Volk in der rauhen Wüste, nunpflanzte ers, wie Moses sagt, zwischen seine heili-gen furchtbaren Berge: unfern vom Meere, abernicht bis ans Meer, auch war ihm der eigeneHandel untersagt: unfern von der Wüste, abernicht in ihr, nur durch sie wie durch eine Mauergesichert. Auf der andern Seite war Libanon dieser