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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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156
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aS6 Briefe, das Studium der Theologie betr.

Dem Schloßhof nah, er willig gehet,

Dreimal des Tags, so früh als spat,

Und Elendsmilderung erflehetVon Gott und Ihro Majestät!

Bild ihn, daß, wenn er Samen streut,

Der keimt und blühet und gedeihet,

Er still sich seines Gottes freutUnd Gottes Allmacht nicht entweihet,

Nicht denkt, was Gott thut, das thu Er

Und streut des guten Samens mehr.

Wollt' er sich seines Thuns erheben,

Er würd' uns nur zu spotten geben,

Und unsre Herzen blieben leer!

Bild ihn, zum Sprecher, nicht zumSchreier,

Der alle Kirchhofswinkel fülltMit seines hohen Geistes Feuer!

Und nicht zum Schwazer, der zur SteuerDer Wahrheit sich erbost, und schilt;

Bild ihn zu keinem Friedrich Mayer*)

Bild ihn zu einem Wakesteld!

Zum Mann, der Lehr auf Leben gründet,Und immer lieber löst als bindetDen, welcher uns und sich betrog.

Wild ihn, daß unser Lessing findet,

Er sey der beste Theolog!

Bild ihn, daß er im ParadiesSich lab', und auch im Musenhain!

Und würdig werde, Freund zu seynVon Herder und von Hemsterhuis!

*) Man lese seine Kriege des Herrn und seinHamb. Ninive.