Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
Entstehung
Seite
126
Einzelbild herunterladen
 

136

Brief»,

Von Haaren weiß, von Gesicht noch schon;*)Die ging mit einem RecheiistilIm Gras um, lhat doch nit gar viel

Ein'm Pfarrer sie sich wohl vergleicht,

Doch hält' ich g'meint, sie hält' sich gescheuchtMit grober Arbeit sich zu plagenUnd möchr doch wol ein Kunstbuch tragen -Darinn lesen, wie mancher MannSo meisterlich in Bann gethan-

Drauf mußt' ich den Mann registriren,

Und in die. Schul' erst wieder führen.

Sprach: k>c>wa äies, alter Herr,

Was habt ihr da für ein Geschcrr?

Er antwork: seinpsr ^uies! schnell,

Mein Voiniwv, das Gras ich zahl',

Daß mir kein Hälmlein komm' davon.

Ich dacht':mit dem Mann kriegst zu thun!"Darauf mich räusper' und so anfang':

Ich weiß nicht, ob ich irre gang'

Mich dünkt, Ihr seyd des Dorfs Pastor?"

Er sprach:ich bins lang gwesen vor,

Eh dann der Herr die Welt ersehn,

Vor vierzig Jahren ists geschehn,

Und möchl' nun wünschen, daß ein JungetAuch unter meine Bauern donner'.

Denn mir entgeht alle Kraft Und Saft:

Je matter Leib, je mehr man schafft,

Je wen'ger Kunst, je mehr mans treibt,

Je unwerther, je mehr man bleibt."

Ich sprach:mein lieber alter Herr,

Ihr habt euch nu gemästet sehr

*) Schön.